Studie „Betriebssystem für Führung und Zusammenarbeit“

 

Ausgangssituation

Die Markt- und Wettbewerbssituation hat sich für viele Unternehmen deutlich verändert. Digitalisierung, Globalisierung, veränderte Erwartungen von Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft und ganz neue Modelle von Organisation und Produktion sorgen für einen hohen Außendruck. Für Menschen und Unternehmen bedeutet dies, sich möglichst schnell anzupassen und zu verändern, obwohl häufig noch nicht klar ist, wie und wohin. Klar ist nur, wenn es so weitergeht, droht das Unternehmensmodell zu scheitern.

Mitarbeiter in Unternehmen spüren nach unserer Beobachtung zunehmend, dass der Druck und häufig damit verbunden der blinde Aktionismus steigt. Der finanzielle Anpassungsdruck führt zu Forderungen an das Unternehmen nach höherer Effizienz, wobei geringfügige Verbesserungen nur noch mit unverhältnismäßigem Kraftaufwand erzielt werden können. Das führt dazu, dass das ganze System versucht zu beschleunigen, um mit der Veränderungsgeschwindigkeit Schritt zu halten. Viele Menschen und Unternehmen verlieren dabei die Leichtigkeit und erleben eine Grenze der Belastbarkeit, die teils in Resignation und Lähmung umschlägt. Viele Menschen spüren, dass es so nicht weitergeht.

Die Forderung nach Digitalisierung und Big Data ist in aller Munde; dies ist für uns aber nur ein Aspekt. Wir sind überzeugt, dass es auch eine neue Art der Interaktion braucht, um die Potenziale der Menschen zur Geltung zu bringen und die dafür notwendige Leichtigkeit und Energie zu erzeugen. Für uns ist wichtig zu untersuchen, auf welche Art Menschen innerhalb des bestehenden Organisationssystems Ziele klären, interagieren, kommunizieren, entscheiden und Mehrwert schaffen.

 

Zielsetzung

Die Studie hatte das Ziel, Unternehmen zum Stand und zur Zukunft ihres Betriebssystems – das Innere System für Führung und Zusammenarbeit einer Organisation – zu befragen, um …

  • aktuelle Herausforderungen und Belastungen in Unternehmen zu erfassen und zu analysieren.
  • Hintergründe der ‘gefühlten Realität‘ in Unternehmen zu analysieren und
  • zu erforschen, inwieweit Mitarbeiter in Unternehmen mit ihrem Betriebssystem vertraut sind, wie gut aufgestellt es aktuell ist und wie es für die Zukunft gewappnet ist.
  • zu analysieren, wie unter dem derzeitigen Druck und der Beschleunigung noch Verbesserungen und Effizienzsteigerungen erzielt werden können
  • und was nötig ist, um die anstehenden Veränderungen gut bewältigen zu können.

 

Design der Studie

Die qualitative Studie basiert auf einer Befragung von Führungskräften, Projektleitern und Experten im HR-Bereich aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Mittels eines Leitfadens mit geschlossenen und offenen Fragen wurden die Interviewpartner befragt und die Codierung der offenen Fragen erfolgte nach Methoden der empirischen Sozialforschung.