Eine Studie der Universität von Chicago hat herausgefunden, dass Menschen, die Zwei- oder Mehrsprachigkeit aufweisen, besser in der Lage sind, Aufmerksamkeit gezielter einzusetzen und komplexe Aufgabenstellungen erfolgreicher zu bewältigen als Menschen, die nur in einer Sprache zu Hause sind. Sie sind in der Regel die besseren Manager.

Die Chicago-Forscher Dr. Fan und Dr. Liberman haben in ihren Forschungen mit Demenzpatienten zudem auch nachgewiesen, dass zwei- bzw. mehrsprachige Patienten in der Regel fünf Jahre später dement werden als ihre einsprachigen Altersgenossen.

Diese Studie ist die erste ihrer Art, die auch belegt, dass bereits das ständige Leben in unterschiedlichen Sprachbereichen (also ohne, dass man diese unterschiedlichen Sprachen beherrscht) die oben beschriebenen Qualifikationen mit sich bringt.

Beide Forscher sagen, dass die Erforschung multilingualer Gehirne noch sehr am Anfang steht und möglicherweise noch viele andere Überraschungen mit sich bringen wird.

Quelle: Multilingualism: Do you see what I see? The Economist May 30th-June 5th, Seite 73